Alpbacher Technologiegespräche 2016

Graffiti-Kunst am CERN, die Atome zeigt

Künstler als Forscher und Provokateure

Am Europäischen Kernforschungszentrum in Genf arbeiten nicht nur Physiker und Ingenieure. Seit fünf Jahren gibt es am CERN auch Künstler, die kritische Fragen stellen. „Zum Teil provozieren sie die Forscher gezielt“, erklärt Monica Bello, Chefin von Arts@CERN. 

Fortschritte bei personalisierten Krebstherapien

Erkranken Kinder an Krebs, sind die Heilungschancen hoch - sie liegen derzeit bei 80 Prozent. Um die Lücke auf 100 Prozent zu schließen, setzen Mediziner auf personalisierte Therapien. Sie sollen vor allem Kindern helfen, bei denen der Krebs zurückkehrt. 

Campus Science City ETH Zürich Hönggerberg

Die ideale Wissenschaftsstadt

Gute Wissenschaft lässt sich planen, davon ist der Architekt Gerhard Schmitt von der ETH Zürich überzeugt. Seine Devisen: alles so normal wie möglich halten, Mitarbeiter und Anrainer einbinden und kein Luxus – der sei für gute Ideen hinderlich. 

Google-Logo auf Bildschirm

Wie Google mit Sicherheit umgeht

Egal ob Suchen, Surfen oder Mailen: Wer die Dienste von Google benutzt, gibt viel Privates preis. Wie das Unternehmen diese Daten schützen möchte, darüber hat der Google-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck bei den Alpbacher Technologiegesprächen berichtet. 

Hellblaue Legosteine

Eine Maschine, die alles kann

Brücken, Flugzeuge und Teleskope - Roboter, die alles bauen können, ohne menschliche Hilfe? Für manche eine spannende Utopie, andere fürchten, dass Menschen so überflüssig werden könnten. In zehn Jahren könnte eine solche Maschine Wirklichkeit sein. 

Das neue Kongresszentrum in Alpbach von außen

„Silicon“, „Innovation“ und „mehr Mut“

Bei den Technologiegesprächen in Alpbach werden alljährlich Neuigkeiten aus der Forschungspolitik vorgestellt. Heuer dabei: eine Strategie für „Open Innovation“, eine Förderinitiative für „Silicon Austria“ und ein Aufruf zu „mehr Mut in der Politik“. 

80 Millionen für „Silicon Austria“

Eine neue, mit 80 Mio. Euro dotierte Förderinitiative soll Forschung für Elektronik- und Mikroelektronik ankurbeln. Das Projekt „Silicon Austria“ hat Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Donnerstag bei den Alpbacher Technologiegesprächen vorgestellt. 

„Affinität statt Aversion“

Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen, müsse schon im vorschulischen Bereich angesetzt werden, waren sich die Präsidenten der Industriellenvereinigung (IV), Georg Kapsch, und des Forschungsrats, Hannes Androsch, am Mittwoch in Alpbach einig. 

Stapel Papier

„Papier bleibt unverzichtbar“

Versprochen wurde der papierlose Alltag schon lange. Computer, Smartphone und E-Reader könnten ihn möglich machen. Doch Papier wird weiter unverzichtbar bleiben, meint - nicht zuletzt aus Eigeninteresse - der Papierentwickler Gerhard Drexler. 

Teil einer britischen Kunstausstellung: In einem dunklen Raum wird ein Mann von weißen Zahlencodes angstrahlt, die aus dem Internet stammen

Big Data zwischen Fluch und Segen?

Immer mehr Sensoren in der Umwelt, immer mehr digitale Spuren von Menschen: Zusammen ergibt das riesige Datenmengen. Keine Angst vor Big Data, aber informierte Vorsicht gegenüber digitalen Medien – dafür plädiert die Technikexpertin Katja Schechtner in einem Gastbeitrag. 

BürgerInnen beobachten Himmel durch große Brille

Wie Citizen Science funktionieren kann

Im besten Fall bekommen Wissenschaftler durch die Beteiligung von Laien neue Erkenntnisse und lösen alte Probleme. Für dieses Citizen Science müsste jedoch der übliche Wissenschaftsbetrieb angepasst werden, fordert die deutsche Umweltforscherin Aletta Bonn. 

Junger Mann sitzt vor einem Deutsch-Lehrbuch

Integration: Von der IT-Branche lernen

Noch immer erreichen tausende Menschen täglich die EU - eine große Herausforderung für die Integrationspolitik. Wie Flüchtlinge und Einwanderer schneller Fuß fassen können, zeigen nun Technologieunternehmen. 

Computerbildschirm auf dem u.a. "Emergency" und "Priority" steht

EU rüstet sich gegen Cyberattacken

Der Diebstahl von Informationen ist längst nicht mehr das einzige Ziel von Cyberangriffen - nun können sie ganze Städte lahmlegen und Konflikte via Internet schüren. Mit einem neuen Gesetz und der Kooperation mit der NATO will die EU dagegen aufrüsten. 

Ausschnitt aus Film "Oliver Twist": der Proponent steht mit leerer Schüssel vor einer Schar weiterer sitzender Kinder

„Welt der Kinder“ im 19. Jahrhundert

Geschichte, Sachkunde, Geografie - was in Schulbüchern steht, prägt später unsere Weltsicht. Wie Schulbücher die Weltsicht von Kindern der k.u.k.-Monarchie im 19. Jahrhundert beeinflusst haben, untersuchen Forscher nun erstmals mit riesigen Datenmengen. 

Die chinesische Stadt Shenzen

Shenzhen - das Mekka für Maker

Die chinesische Stadt Shenzhen ist eine der wichtigsten Produktionsstätten für Elektrogeräte. „Jeder kann dort alles reparieren“, sagt die Technikexpertin Silvia Lindtner. „Im Westen bleibt das ‚Innenleben‘ von Tablets und Co. den meisten hingegen verschlossen“ – die Maker-Bewegung will das ändern. 

Kopf eines Roboters

Ein Roboter, der fast alles kann

Kein Bügeln und kein Rasenmähen mehr - man stelle sich einen Roboter vor, der sämtliche Aufgaben im Haushalt übernehmen könnte. Daran wird derzeit in Zürich geforscht. Als Vorbild dient das Lernverhalten von Kindern und Menschenaffen. 

Milchstraße und Andromeda-Galaxie am Nachthimmel

Die große Suche im Dunkeln

„Alles, was wir im Universum sehen, können wir erklären“, sagt die CERN-Physikerin Pauline Gagnon. Doch das sind gerade einmal fünf Prozent, der Rest liegt im Dunkeln. Dort suchen die Forscher nun fieberhaft - und haben bereits eine Spur: „Egal was es ist, es wird die Grenzen unseres Wissens verschieben.“