Zukunft der Hochschulen

FAssade der Universität Graz

Mehr Deutsche, weniger österreichische Zeitgeschichte?

Von sechs Zeitgeschichte-Standorten in Österreich werden vier von Deutschen geleitet. Mit Ausnahme der Uni Innsbruck haben sich dadurch die Forschungsschwerpunkte verlagert. Künftig könnte es auch in Graz weniger österreichische Zeitgeschichte geben. 

Testteilnehmer beim Aufnahmetest der Meduni Wien für das Medizinstudium am  4. Juli 2014 am Gelände der Messe Wien

Wie viele Studierende dürfen es sein?

Studienplatzfinanzierung samt neuen Zugangsbeschränkungen an den Unis: Das ist mit der Überarbeitung des Regierungsprogramms praktisch fix. Weniger klar ist hingegen, nach welchen Vorgaben die Zahl der Studienanfänger berechnet werden soll. 

Ein Ausschnitt von einem Doktorhut.

Privatunis wehren sich gegen Kritik

Es mangle ihnen an Qualität und die Finanzierung sei intransparent - so lautete zuletzt die Kritik an den zwölf österreichischen Privatuniversitäten. Als Beleg wurde eine angeblich geplante Medizin-Universität in Mürzzuschlag angeführt. Die Privatunis wehren sich. 

Bundeskanzler Christian Kern bei seiner Grundsatzrede in Wels

Tabubrüche im „Plan A“

Mit einer Art SPÖ-internem Tabubruch wartet der von Bundeskanzler Christian Kern gestern vorgestellte „Plan A“ im Universitätsbereich auf. Darin spricht sich Kern für eine generelle Studienplatzfinanzierung inklusive Platzbeschränkungen aus. 

Ein Student im Hörsaal einer Uni blickt auf den Vortragenden

Privatuni soll nicht gleich Uni sein

Der Wissenschaftsrat fordert, dass Privatuniversitäten gegenüber den klassischen Unis besser abgegrenzt werden, und spricht sich deshalb für die Einführung von „Privathochschulen“ aus. Mehr dazu in ORF.at

Bündel 500-Euro-Scheine

Wir bezahlen, Sie forschen?

Hochschulen sind in Zeiten knapper Budgets immer mehr auf Geld aus der Wirtschaft angewiesen. Aber wer wie viel zahlt und was mit den Mitteln gemacht wird, weiß niemand genau. Transparency Österreich fordert ein Spendenregister, erste Reaktionen darauf sind zwiespältig. 

Die Teilnehmer der Diskussion

Parteien ohne Vision

Welche Visionen hat die Politik von der Zukunft der Hochschulen? Darüber haben Montagabend an der TU Wien die Wissenschaftssprecher der Parlamentsparteien diskutiert. Fazit: Die Visionen sind eher visionslos. 

Außenansicht der Technischen Universität Graz

Gefragt: Hochschulen mit Profil

Geht es um die Zukunft der Hochschulen, dreht sich die Diskussion in Österreich vor allem um die Frage, welche Fächer an den Universitäten bleiben bzw. zu den Fachhochschulen wechseln sollen. Dahinter steckt ein Kampf um Geld und Status. Es geht aber auch anders, wie zwei Nachbarländer zeigen. 

Der Arkadengang der Universität Wien.

„Wir brauchen bessere Abstimmung“

Universitäten und Fachhochschulen sollen ihre Studienangebote besser abstimmen, fordert Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Mehr desselben - das sei nicht die Zukunft, meint er in einem E-Mail-Interview. 

Schild mit Aufschrift "Hörsaal"

FHs: Mehr Fächer, weiter praxisnah

Ausbildung für den Beruf - darauf möchten sich die Fachhochschulen (FHs) auch in Zukunft konzentrieren. An den Universitäten sehen sie zahlreiche Fächer und Richtungen, die zu dieser Praxisorientierung und damit zu den FHs passen würden, sagt ihr Präsident Helmut Holzinger. 

Der Uniko-Präsident Oliver Vitouch

Unis: „Hier sind Sie goldrichtig“

Universitäten und Fachhochschulen sollen schärfere Profile entwickeln und ihr Angebot besser abgleichen, wenn es nach dem Wissenschaftsministerium geht. Aber wie sehen die Hochschulen selbst die Zukunft? Uniko-Präsident Oliver Vitouch gibt fünf Antworten. 

Audi max der Wiener Wirtschaftsuniversität

Reiches Angebot, wenig Vernetzung

Wie sieht die Zukunft der Hochschulen in Österreich aus? Dieser Frage widmet science.ORF.at eine Serie an Beiträgen. Der erste stammt von Antonio Loprieno, dem Vorsitzenden des Österreichischen Wissenschaftsrats. Er plädiert für mehr Wettbewerb und Vernetzung. 

Budget bringt wenig Neues

Wenig Neues gibt es im Budget 2017 für Wissenschaft und Forschung. Enthalten sind die bekannten Erhöhungen für Unis und FH. Das FWF-Budget bleibt unverändert. Neu sind ein Zentrum, das die Quantenforschung koordinieren soll, und mehr Geld für Gründer. 

Studierende sitzen in einer Vorlesung am Boden.

„Wir brauchen einen Kassasturz“

Übervolle Hörsäle, lange Schlangen am Eingang, Studierende, die auf dem Boden sitzend Vorlesungen verfolgen: Mit diesen Szenen beginnt heute an vielen Unis das neue Studienjahr. Das könne sich niemand wünschen, sagt Uniko-Präsident Oliver Vitouch - und fordert einen Kassasturz. 

Lektoren tragen ein Viertel der Lehre

Lektoren tragen im Durchschnitt fast ein Viertel der Lehre an den Universitäten. An manchen Hochschulen werden mehr als 40 Prozent von ihnen bestritten, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). 

Zahl der Studenten leicht steigend

Im Wintersemester 2015/16 waren 381.079 Studenten an Österreichs Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen inskribiert. Das sind um 5.168 oder 1,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Über 50.000 Studenten an FHs

Mit der letzten Ausbaustufe im Herbst wird es 50.000 Studienplätze an den Fachhochschulen geben. Damit wird mehr als 20 Jahre nach der Gründung des Hochschultyps rund jeder dritte Studienanfänger in Österreich an einer FH beginnen, wie Minister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) mitteilte. 

Welche Fächer abgeglichen werden sollen

Universitäten und Fachhochschulen (FH) sollen ihre Studienangebote aufeinander abstimmen: Das will Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Ganz oben auf der Liste stehen Fremdsprachen, Wirtschaft, Recht, Architektur und Städteplanung sowie Pflanzenbau und Viehzucht. 

Weniger Studenten durch Studienplatzfinanzierung?

Immer mehr Studierende und nur leicht steigende Budgets: Seit Jahren fordern die heimischen Universitäten deshalb eine Finanzierung pro Studienplatz. Die könnte nun tatsächlich kommen – was zu weniger Studienplätzen führen würde. 

Uniko will „endlich Taten sehen“

Die Universitätenkonferenz (uniko) will beim Ausbau der finanziellen Mittel für die Unis „endlich Taten sehen“ - zumindest in Form eines Budgetpfads, so der neue uniko-Präsident Oliver Vitouch bei einer Pressekonferenz.