Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder in Deutschland
APA/dpa/Julian Stratenschulte
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Weltwetterorganisation

Auch 2020 mehr Treibhausgase

Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre ist in den ersten zwei Monaten des Jahres gestiegen. Das zeigen Daten von Beobachtungsstationen vor der Westküste der USA und vor der Südküste Australiens.

In Mauna Loa auf Hawaii sei im Februar eine durchschnittliche Konzentration von 414,11 ppm gemessen worden (ppm steht für: parts per million, Anteile pro Million). Im Februar 2019 waren es 411,75. In Cape Grim auf Tasmanien stieg der gemessene Durchschnittswert im Februar im Jahresvergleich von 405,66 ppm auf 408,3 ppm. Der erhöhte CO2-Gehalt der Atmosphäre verstärkt die Erderwärmung.

Krisen kaum spürbar

Mit einem positiven Effekt durch den massiven Wirtschaftseinbruch wegen der weltweiten Coronavirus-Krise rechnen Wissenschaftler kaum. „Die Erfahrung lehrt uns, dass der Treibhausgasausstoß bei Konjunktureinbrüchen zwar sinkt, bei der Wirtschaftserholung aber stark ansteigt“, sagt der Generalsekretär der Weltwetterorganisation WMO, Petteri Taalas .

Er beschwor Länder, beim Neustart nach der Krise ganz besonders auf klimaschonende Energie zu achten. Die Folgen der Covid-19-Krise seien zwar schlimm, aber zeitlich begrenzt. „Wenn wir aber nicht die Treibhausgase reduzieren und den Klimawandel in Angriff nehmen, hat das auf Jahrhunderte hinaus Folgen für die Wirtschaft, die Lebensbedingungen und die Ökosysteme auf dem Land und im Meer.“