Absperrungen sperren die Straßen im Hafen wegen Hochwasser.
APA/dpa/Bernd WŸstneck
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Klimakrise

Kosten könnten 2070 in die Billionen gehen

Die Folgen der Klimaerwärmung wie Dürren und Überschwemmungen werden enorme Kosten verursachen. Laut einer aktuellen Prognose könnten sie im Jahr 2070 weltweit bereits 4,6 Billionen Euro betragen.

Zum Ende des nächsten Jahrhunderts, im Jahr 2200, könnten sie sogar die Schwelle von mehr als 26 Billionen Euro erreichen, weil etwa Naturkatastrophen zu immer verheerenderen Schäden führen dürften. Zugrunde liegt dieser Berechnung ein „Weiter-wie-bisher“-Szenario mit einem ähnlichen Ausstoß von Treibhausgasen, das bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von 4,4 Grad führen würde.

Deutliche Unterschiede der Szenarien

Das internationalen Klimaabkommen von Paris besagt, dass die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad gehalten werden soll. Dies ist das alternative Szenario, für das die Forscherinnen und Forscher des University College London und der Nichtregierungsorganisation Carbon Disclosure Projekt (CDP) in London die Kosten berechnet haben: Würde die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts also zwei Grad betragen, lägen die Kosten im Jahr 2070 demnach bei 1,8 Billionen US-Dollar und würden sich danach weiterhin auf einem ähnlichem Niveau bewegen. Das „Weiter-wie-bisher“-Szenario würde also bereits 2070 rund dreimal so hohe Kosten produzieren – 2200 lägen sie dann sogar rund 17-mal höher.

Kosten der Umweltschäden berechnet

„Gesetzgeber, Unternehmen und die Finanzbranche sollten proaktiv in die Bekämpfung des Klimawandels investieren, um diese hohen Kosten für drohende Schäden zu vermeiden“, appelliert Carole Ferguson vom Carbon Disclosure Project. Anders als viele andere Studien fokussiert sich die Untersuchung aus London nicht auf die drohenden Umweltschäden, sondern lediglich auf die Kosten, die dadurch zu erwarten sind – etwa für den Wiederaufbau von Städten, die von Naturkatastrophen getroffen werden. Dies liefere ein wichtiges Argument für politische Entscheider, schreiben die Forscher – da diese auch die Wirtschaft ihrer Staaten im Blick behalten müssen.