Expertin: B.1.1.7 wird vorherrschende Variante

Laut der Mikrobiologin Sharon Peacock könnte die erstmals in Südengland aufgetauchte Coronavirus-Variante B.1.1.7 bald dominieren – und zwar nicht nur im Vereinigten Königreich.

"Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach durch die ganze Welt schwappen“, sagte Peacock, die das britische Programm zur Sequenzierung von Coronavirus-Proben leitet, im BBC-„Newscast“. Schon jetzt ist die ansteckendere Variante in mehr als 50 Ländern nachgewiesen worden, darunter auch in Österrreich.

Mutationen werden uns noch lange beschäftigen

Peacock geht davon aus, dass Varianten des Coronavirus Sars-CoV-2 die Welt auch noch Anfang der 2030er Jahr beschäftigen werden. „Sobald wir das Virus unter Kontrolle haben oder es selbst so mutiert, dass es nicht mehr virulent ist und Krankheit hervorruft, können wir aufhören, uns zu sorgen“, sagte Peacock. „Aber wenn ich in die Zukunft schaue, denke ich, dass wir das [Sequenzieren] Jahre lange machen werden. Wir werden das meiner Meinung nach auch noch in zehn Jahren machen.“

Es sei normal und in den meisten Fällen unbedenklich, dass Viren Mutationen entwickeln. Nur sehr wenige riefen spezielle Eigenschaften hervor, die den Erreger etwa ansteckender machen oder die Immunantwort auf das Virus einschränken könnten. Diese gelte es zu beobachten und früh zu erkennen.