Haribo-Gummibärchen
APA/dpa/Caroline Seidel
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Gesundheit

Schockbilder auf Süßigkeiten wirken

Warnhinweise und vor allem Schockbilder auf Süßigkeiten beeinflussen laut einer aktuellen Studie das Kaufverhalten: Sie können Menschen dazu bewegen, weniger zuckerhaltige Produkte zu kaufen oder sogar ganz darauf zu verzichten.

Am wirkungsvollsten sind laut der im Fachmagazin „BMC Public Health“ erschienenen Studie schockierende Bilder, ähnlich wie auf Zigarettenpackungen. Damit konfrontierte Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen waren weniger bereit, Süßigkeiten zu kaufen.

Kurzfristige Gesundheitsprobleme

In einer Online-Umfrage gaben nach Angaben der Universität Göttingen 1.040 Personen Auskunft darüber, wie sie verschiedene Arten von Warnhinweisen zu kurzfristigen gesundheitlichen Folgen wie Karies oder eher langfristigen Folgen wie Übergewicht und Typ-2-Diabetes wahrnehmen. Warnungen zu kurzfristigen Gesundheitsproblemen erregten dabei mehr Aufmerksamkeit. Das liegt möglicherweise daran, dass die Konsequenzen unmittelbarer erlebbar sind“, erklärt Clara Mehlhose, Erstautorin der Studie, in einer Aussendung.

Das Fazit der Forschenden: Warnhinweise lohnen sich. Am effektivsten sei, wenn sie emotionale und bereits bekannte Symbole oder Bilder verwenden. Schockbilder und rote Stoppschilder prägten Kaufentscheidungen besonders deutlich. Die Studie liefere wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung von Strategien, die eine gesunde Ernährung fördern und so die öffentliche Gesundheit verbessern. Wie sich Gesundheitswarnungen zusammen mit anderen Gesundheitsmaßnahmen wie einer Zuckersteuer auswirken, sollen zukünftige Studien zeigen.