Klimaerwärmung

Frühere Prognosen für extremes Wetter

Extreme Wetterereignisse und Klimaphänomene nehmen mit der Erderwärmung zu. Um besser darauf reagieren zu können, braucht es frühere Vorhersagen. Neue mathematische Ansätze könnten solche besseren Prognosen ermöglichen – und tausende Menschenleben retten sowie wirtschaftliche Verluste verringern.

Überschwemmung einer tropischen Küstenlandschaft

Neue Gletscherseen als Gefahr

Mit dem Gletscherschwund infolge des Klimawandels entstehen neue Gletscherseen, die zur Gefahr für die darunterliegenden Täler werden können. Schon in der Vergangenheit hätten ausgebrochene Gletscherseen Vermurungen und Verwüstungen verursacht, warnt die Innsbrucker Glaziologin Andrea Fischer.

Laserbilder zeigen unsichtbare Gletscher

Mit der Klimaerwärmung schmelzen die Gletscher. Bei manchen verbergen sich die letzten Eisreste unter Geröll. Um diese unsichtbaren Gletscher dennoch zu messen, setzen Forscherinnen und Forscher rund um das Silvrettagebirge nun eine neue Methode ein – hochpräzise Laseraufnahmen.

Oberer Grindelwald Gletscher und Schreckhorn in den Berner Alpen

Welt steuert auf 2,4 Grad-Erwärmung zu

Wenn die Zusagen aller Staaten zum Klimaschutz für das Jahr 2030 umgesetzt werden, klettert die Erderwärmung Forschern zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts immer noch auf etwa 2,4 Grad. Das zeigen neue Prognosen des Climate Action Tracker (CAT), die heute auf der Weltklimakonferenz in Glasgow veröffentlicht wurden.

Sonne am Himmel, ausgetrockneter Baum

„Low Performer“ Österreich auf Platz 36

Beim Klimaschutz-Index sind die Plätze eins bis drei erneut frei geblieben. Kein Land befinde sich derzeit „tatsächlich auf einem 1,5-Grad-Pfad“, hieß es bei der Vorstellung auf der Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow. Angeführt wird das Ranking von Dänemark, Schweden und Norwegen. Österreich folgt als „Low Performer“ auf Platz 36.

Drittwärmster Oktober

Der vergangene Monat war weltweit gesehen der drittwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus am Montag mit.

Superreiche sind schlecht fürs Klima

Die Pro-Kopf-Emissionen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung werden im Jahr 2030 rund 30-mal größer sein, als mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius verträglich wäre. Das geht aus einer Studie hervor, die von der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam vorgestellt wurde.

Supersportwagen beim „Supercar Owners Circle“ in Zagreb im September 2021

UNO veröffentlicht Handbuch gegen heiße Städte

Städte sind von der Klimaerwärmung besonders betroffen, warnt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP): Bis zum Ende des Jahrhunderts werden sie sich mehr als doppelt so stark aufheizen wie der Planet im Durchschnitt. Ein neues UNEP-Handbuch zur Städteplanung soll helfen, urbane Hitzeinseln zu mindern und zu vermeiden.

Ein kleiner Bub spielt in einem Brunnen in Frankfurt

Weit ab vom Klimapfad

Mit den derzeit zugesagten Klimaschutzmaßnahmen steuert die Welt laut UNO auf ein Plus von 2,7 Grad Celsius bis 2100 zu – weit über den Pariser Klimazielen. Relativ gut auf „Paris-Kurs“ liegen der Energiesektor, sehr schlecht hingegen Verkehr und Landwirtschaft. Und aktuell erreicht nur ein Staat die Pariser Klimaziele: Gambia.

Mehrspuriger Stau auf einer Autobahn