Klimaerwärmung

Deutschland hat nur noch vier Gletscher

Nach dem heißen Sommer verliert der Südliche Schneeferner in Bayern nun seinen Status als Gletscher. Damit gibt es in Deutschland nur noch vier Gletscher, die ebenfalls stark vom Abschmelzen bedroht sind.

Wanderer betrachten den Rest des Nördlichen Schneeferners auf dem Zugspitzplatt und spiegeln sich in einem See aus Schmelzwasser.

Wälder spielen Schlüsselrolle

Wälder spielen eine bedeutende Rolle in der Bewältigung der Klimakrise und leiden gleichzeitig darunter. Die umfangreichen Herausforderungen können nur gemeistert werden, wenn Forschung, Politik und Gesellschaft besser zusammenarbeiten, so die zentrale Aussage einer internationalen Waldforschungskonferenz, die derzeit in Wien stattfindet.

Mischwald im Nationalpark Kalkalpen

Meteorologie braucht neue Begriffe

Die Begriffe in der klassischen Klimatologie sind etabliert. Die Klimakrise aber bedarf neuer Termini. Denn Tage, an denen die Temperaturen 35 Grad oder gar 40 erreichen, sind namenlos.

Thermometer zeigt 33 Grad Celsius

Erste Kipppunkte könnten bis 2030 erreicht werden

Bis 2030 könnten vier Kipppunkte für das Weltklima erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse einer internationalen Gruppe von Klimaforschenden. Zwei dieser Kipppunkte betreffen den grönländischen bzw. den westantarktischen Eisschild.

Eishöhlen in Österreich verschwinden

Nicht nur die Gletscher, auch Eishöhlen sind vom Klimawandel bedroht. Das zeigt eine Untersuchung von Innsbrucker Geologen, die erstmals umfassend Eisverluste und -zuwächse in alpinen Eishöhlen über mehr als 2.000 Jahre dokumentiert haben.

Weniger CO2-Speicher durch geringere Ernten

Die Klimaerwärmung gefährdet einer Studie zufolge die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energiequellen. Denn bei zu hohen Temperaturen sinken die Ernteerträge von Getreide – und damit auch die Möglichkeit, sie für Bioenergie zu nutzen und in Folge C02 zu speichern.

Vertrocknete Maispflanze

Sommer der Extreme auf der Nordhalbkugel

Der Sommer 2022 dürfte mit seinem extremen Wetter in großen Teilen der nördlichen Hemisphäre beispiellos gewesen sein. Experten haben keinen Zweifel, dass die Erderwärmung dazu beiträgt. Ob und wie sich extreme Wettereignisse in den kommenden Jahren wiederholen werden, lässt sich aber nicht genau vorhersagen.

Ausgetrocknete Zweige eines Baumes vor der Sonne

Tiroler Gletscher schmilzt so schnell wie nie

Ein seit Jahrzehnten unter genauer wissenschaftlicher Beobachtung stehender Gletscher in Tirol schmilzt so schnell wie noch nie. Laut Daten der Universität Innsbruck hat der Hintereisferner im Ötztal in diesem Jahr fünf Prozent seines Gesamtvolumens verloren.

Wo Wälder weltweit besonders gefährdet sind

Die Klimaerwärmung setzt Bäume weltweit unter Druck. Eine neue interaktive Karte zum Klimarisiko zeigt etwa, dass Wald unter anderem in Mitteleuropa, im Westen Nordamerikas oder im östlichen Amazonas stark gefährdet ist. Dort könnten bald viele Baumarten verschwinden, was den Wäldern auch ihre Funktion als Kohlenstoffspeicher nimmt.

Mischwald im Nationalpark Kalkalpen