Nobelpreise 2020

„Wirtschaftsnobelpreis“ für Auktionsforscher

Versteigerungen sind heute alltäglich: Viele nehmen daran privat im Internet teil, bei Auktionen etwa von Mobilfunkfrequenzen fließen Hunderte Millionen Euro. Der „Wirtschaftsnobelpreis“ geht heuer an zwei Vorreiter dieser Bewegung, die beiden US-Auktionsforscher Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson.

Nobelpreis-Medaille

Friedensnobelpreis an Welternährungsprogramm

Der Friedensnobelpreis 2020 geht an das UNO-Welternährungsprogramm (WFP). Das teilte das Nobelkomitee am Freitag im norwegischen Oslo mit. Die UNO-Organisation werde für ihre Bemühungen, Hunger und Nahrungsmittelunsicherheit zu bekämpfen, ausgezeichnet.

Frauen mit Hilfslieferung des World Food Programm in Sambia

Literaturnobelpreis an US-Lyrikerin Glück

Der Literaturnobelpreis 2020 geht an die US-amerikanische Lyrikerin und Essayistin Louise Elisabeth Glück. Sie ist die erste Lyrikerin seit der Polin Wislawa Szymborska (1996), die den Literaturnobelpreis erhält.

Louise Elisabeth Glück

Nobelpreis-Weg mit Zwischenstation in Wien

Die frischgebackene Nobelpreisträgerin Emmanuelle Charpentier ist eine typische Vertreterin heutiger Karrierewege in der Wissenschaft. Auf ihrem Weg zur Auszeichnung hat die 51-jährige Mikrobiologin neben Stationen in den USA, Schweden und Deutschland auch einen längeren Zwischenstopp in Wien eingelegt.

Porträtfoto von Emmanuelle Charpentier

Für Entwicklerinnen der „Genschere“

Der Chemienobelpreis 2020 geht an die französische Biochemikerin Emmanuelle Charpentier und ihre US-Kollegin Jennifer Doudna, die beiden Entwicklerinnen der „Genschere“ CRISPR-Cas9. Das gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm bekannt. Einen großen Teil der Entwicklungsarbeit machte Charpentier in Wien.

Künstlerische Darstellung von DNA

Späte Anerkennung für ein Genie

Stephen Hawking hat einst als Doktorand bei ihm gearbeitet: Im hohen Alter von 89 Jahren bekommt der Brite Roger Penrose nun den Physiknobelpreis. Wie sein Schüler ist Penrose nicht nur ein genialer Forscher, er hat immer auch versucht, komplizierte Erkenntnisse für Laien verständlich zu erklären.

Sir Roger Penrose

Die dunkelsten Geheimnisse des Universums

Der heurige Physiknobelpreis geht zu einer Hälfte an Roger Penrose für sein Modell zu Schwarzen Löchern und zur anderen Hälfte an Reinhard Genzel und Andrea Ghez für die Entdeckung eines supermassiven Objekts. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

Illustration eines Schwarzen Lochs

Für Entdecker des Hepatitis-C-Virus

Für ihre Entdeckungen, die zur Identifikation des Hepatitis-C-Virus geführt haben, bekommen Harvey J. Alter (USA), Michael Houghton (Großbritannien) und Charles M. Rice (USA) den heurigen Medizinnobelpreis. Das gab das Nobelpreiskomitee am Montag in Stockholm bekannt.

Hepatits C Virus Bild – grafische Illustration

Die Favoriten für den Nobelpreis

Nächste Woche ist es wieder soweit. Die Nobelpreise werden vergeben – und wie jedes Jahr zirkuliert auch heuer eine Liste der favorisierten Forscher und Fächer. Hoch im Kurs stehen diesmal: Immunproteine, Nanoröhren und winzige Kristalle.

Die Ökonomin Esther Duflo und Schwedens König Carl Gustaf  bei der Nobelpreiszeremonie 2019