Forscher/innen schreiben

Abendliche Demonstration in Dresden

Es geht ein Riss durch Europa

Alt oder jung, konservativ oder liberal, sesshaft oder kosmopolitisch: Europa ist ein Kontinent der Weltbild-Konflikte, diagnostiziert die Philosophin Lisa Herzog in einem Gastbeitrag. Ihr Lösungsvorschlag: Wir brauchen einen neuen Sozialvertrag, der die Brüche kittet. 

Statue eines Mannes, herrschaftlich blickend

Wie aufgeklärt ist die Aufklärung?

Die Aufklärung gilt als Zeitalter, das zur Erhellung des menschlichen Verstandes geführt hat. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, betont die Philosophin Karoline Feyertag: In einem Gastbeitrag wirft Sie einen Blick auf die dunklen Seiten der „geistigen Erhellung“. 

Stubacher Sonnblickkees am 1. Juli 2016

Vor Höhepunkt der Gletscherschmelze

Die für die heimischen Gletscher wichtige Zeit hat begonnen. Es wird hauptsächlich auf das Sommerwetter im Juli und August ankommen, ob und wie stark sie heuer schmelzen werden, berichten Heinz Slupetzky und Andrea Fischer in ihrem traditionellen Tagebuch. 

Tänzer im LSD-Muster

Wie die Wissenschaft das Meskalin entdeckte

Meskalin ist die erste psychedelische Substanz, die systematisch erforscht wurde. Wie wurde aus dem mexikanischen Peyote-Kaktus eine chemische Reinsubstanz? Diese Frage beantwortet der Kulturwissenschaftler Ivo Gurschler in einem Gastbeitrag. 

Filmausschnitt aus Matrix mit Figur Neo im Hintergrund, davor 2 Menschen im Schattenriss

Hilary Putnam: Von der „Matrix“-Welt zur Religion

Menschen liegen in Brutkästen, ein Computer simuliert ihnen Realität: Das war die Idee des Films „Matrix“. Die Idee dazu stammt u.a. vom Philosophen Hilary Putnam. Wie das gelebte Judentum seines Sohnes sein Denken verändert hat, zeigt der Philosoph Alexander Hippmann in einem Gastbeitrag. 

Gletscher unter blauem Himmer

Schlechte Aussichten für Gletscher

Unterdurchschnittlich wenig Schnee bedeckt derzeit die heimischen Gletscher, obwohl mit der letzten Kältewelle noch ein paar Zentimeter dazugekommen sind - schlechte Aussichten, wie Heinz Slupetzky und Andrea Fischer in ihrem traditionellen Gletschertagebuch schreiben. 

Rodtschenkos Fotografie von Notizblock und Leica

Zwischen Dokument und Agitation

Fotos haben den Anspruch, besonders „echt“ zu sein; erst recht, wenn sie mit Begleittexten zur Fotoreportage werden. Warum sich diese auch für Propaganda eignen und von Avantgarde-Künstlern eingesetzt wurden, zeigt die Slawistin Anja Burghardt in einem Gastbeitrag. 

Ein Gletscher vor azurblauem Himmel

Gletschertagebuch 2015-2009

Seit 2003 schreibt Heinz Slupetzky jährlich mehrere Einträge in seinem Gletschertagebuch für science.ORF.at. Überblick ab 2009

Kinoleinwand, auf der ein Still des Films "Maleficent" zu sehen ist

Wie subversiv Disneys Hexen sind

Unschuldige Prinzessinnen gegen Hexen und böse Schwiegermütter: „Disney“-Filme galten lange als Musterbeispiele konservativer Frauenbilder. In den vergangenen Jahren hat sich das geändert – wie subversiv man Disney lesen kann, beschreibt die Kulturwissenschaftlerin Beatrice Frasl in einem Gastbeitrag. 

Zwei Frauen tuschlen in einem Theater

Der Wert der Geschwätzigkeit

Verliert man in Zeiten Sozialer Netzwerke und Apps die Fähigkeit zur gepflegten Konversation? Barbara Naumann empfiehlt, kurz innezuhalten - und einen Blick in Romane zu werfen. Die Literaturwissenschaftlerin zeigt in einem Gastbeitrag: Geschwätzigkeit kann sehr wohl eine Tugend sein. 

Ein Klebezettel mit dem Schriftzug «Herd aus?» klebt an einem Herd neben den Drehknöpfen

Gutes Leben mit Alzheimer

Alzheimer und andere Demenzkrankeiten sind für die meisten ein Schreckgespenst. Dennoch kann es ein „gutes Leben mit Demenz“ geben. Die Voraussetzungen dafür beschreibt der evangelische Theologe Ulrich Körtner in einem Gastbeitrag. 

Eine Drohne fliegt vor dem Hintergrund eines Fadenkreuzes

Drohnen ändern die Regeln des Kriegs

Die USA töten seit Jahren Terroristen in anderen Ländern mit Drohnen – und bewegen sich damit in einer rechtlichen und moralischen Grauzone. Die ferngesteuerten Miniflieger haben die Regeln des Kriegs geändert, meint der Philosoph Herbert Hrachovec. 

Jemand schreibt auf einem Stück Papier, davor ein zerknülltes Papier

Übersetzungen: Scheitern als Chance

Übersetzungen von einer Sprache in die andere sind immer schwierig. Der Philosoph Walter Benjamin hat dazu einen wichtigen Aufsatz geschrieben, der selbst oft übersetzt wurde. Wie es dabei zu produktiven Missverständnissen gekommen ist, beschreibt die Kulturwissenschaftlerin Birgit Haberpeuntner in einem Gastbeitrag. 

Galaxie

Astronomischer Jahresrückblick 2015

Von überraschenden Nahaufnahmen der Zwergplaneten Ceres und Pluto über die angebliche Entdeckung einer „zweiten Erde“ bis hin zu Kandidaten für die älteste Sterngeneration unseres Universums: ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2015 in Astronomie und Weltraumfahrt. 

Zwei Mädchen mit Kopftüchern von hinten

Es gibt nicht die „eine“ islamische Identität

Spätestens seit den Pariser Attentaten ist die Debatte neu entbrannt: Wie entwickelt der einzelne Muslim seine „religiöse Identität“ in den westlichen Kulturen? Der Islam steht auch im Zentrum vieler neuer Romane. Wie der Germanist Nadjib Sadikou in einem Gastbeitrag schreibt, können sie - angesichts der schwelenden Ängste - neue Sichtweisen eröffnen. 

Rote Ampel vor blauem Hintergrund

Kann man eine Ampel transplantieren?

Wenn Ökonomen von einem „Transplant“ sprechen, meinen sie die Einführung fremder Rechtsordnungen: Das können Gesetze sein, aber auch so alltägliche Dinge wie Ampeln. Mit dieser besonderen Form des Kulturimports beschäftigt sich der Ökonom Valentin Seidler. Er stellt sein Forschungsprojekt in einem Gastbeitrag vor. 

Traurige Frau

Wie uns Komik beim Trauern helfen kann

Tragikomödien gibt es nicht nur im Kino oder Theater. Auch im realen Leben liegen Weinen und Lachen oft knapp nebeneinander. Es war vor allem die Psychoanalyse, die dieser Ambivalenz nachgegangen ist. Wie Komik beim Trauern helfen kann, beschreibt der Kulturwissenschaftler Steffen Krüger in einem Gastbeitrag. 

Heldenplatz von oben

Das Museum ist ein Seismograph

Historische Museen des 21. Jahrhunderts sind Orte, an denen die Werte einer Gesellschaft sichtbar werden, schreibt die Historikerin Heidemarie Uhl in einem Gastbeitrag. Sie mahnt, diesen Aspekt bei der Debatte um ein österreichisches Haus der Geschichte (HGÖ) stärker zu berücksichtigen: „Museen bringen zum Ausdruck, wer ‚wir‘ sind und sein wollen.“ 

Ausschnitt: Hofburg bei Nacht, vom Heldenplatz aus gesehen

Gegen Geschichtsschizophrenie und Moralismus

Braucht Österreich ein „Haus der Geschichte“? Darüber wird heute bei einer Enquete in Wien diskutiert. Einer der Teilnehmer ist der Historiker Michael Hochedlinger. Vorab zeigt er sich skeptisch. Er befürchtet, dass das geplante Museum am Wiener Heldenplatz in einen „Moralismus“ verfallen könnte. 

Heldenplatz in Wien

Ein Haus gegen die Innovationsresistenz?

Seit rund einem Monat gibt es ein Konzept für das „Haus der Geschichte Österreich“ (HGÖ) am Wiener Heldenplatz. Kritiker hat dies nicht überzeugt. Oliver Rathkolb, Zeithistoriker und Leiter des wissenschaftlichen Beirats, hält das für eine hierzulande übliche Form von „Innovationsresistenz“.