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AFP – EITAN ABRAMOVICH
AFP – EITAN ABRAMOVICH

Forscher/innen schreiben

Von Life Sciences über Klimaforschung bis Kulturwissenschaften: Forscherinnen und Forscher schreiben in Gastbeiträgen über die Neuigkeiten ihrer Fachbereiche.

Die Highlights des Jahres

Schwarze Löcher, Rote Riesen und Wasser auf dem Mond: Die astronomische Forschung hat auch 2020 wieder zahlreiche spektakuläre Entdeckungen geboten. Die beiden Astronomieexperten Anneliese Haika und Stefan Wallner blicken in einem Gastbeitrag zurück auf die „himmlischen“ Höhepunkte des Jahres.

Künstlerische Darstellung der Spaghettisierung

Warum Weihnachten so gut schmeckt

Weihnachten ist auch ein Fest des Geruchs und Geschmacks. Wer glücklich mit Vanille, Zimt und Co. aufgewachsen ist, verbindet damit ein Leben lang Wärme und Geborgenheit. Warum Weihnachten so gut schmeckt, beschreiben zwei Lebensmittelforscher in einem Gastbeitrag.

Ein festlich gedeckter Weihnachtstisch

Mit Canetti das Jahr 2020 reflektieren

2020 ist das Jahr der Ausnahmezustände, das Coronavirus hat zu kollektiven Grenzerfahrungen geführt und Zeithorizonte erschüttert. Warum Elias Canettis Drama „Die Befristeten“ gerade in der Adventszeit zur Reflexion dieses seltsamen Jahrs einlädt, erklärt der Germanist Christian Zolles in einem Gastbeitrag.

Ein Foto und ein Schriftstueck des Schriftstellers Elias Canetti 2005 im Museum Strauhof in Zürich

Kein Freibrief für Sterbehilfe

Tötung auf Verlangen bleibt laut dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) weiterhin strafbar, nicht aber die Beihilfe zum Suizid. Das Gericht hat damit keinen Freibrief für Sterbehilfe ausgestellt, aber das Selbstbestimmungsrecht gestärkt, wie der Bioethiker Ulrich Körtner in einem Gastbeitrag kommentiert.

VfGH-Präsident Christoph Grabenwarter und Vizepräsidentin Verena Madner

Schicksal ohne Ende

Der von Wissenschaft geprägte Fortschritt der Moderne hat nicht den Glauben an das Schicksal verringert – im Gegenteil. An die Stelle der alten Schicksalsmächte sind aber neue getreten, schreibt der Kulturwissenschaftler Alexander Draxl in einem Gastbeitrag.

Hans Baldung Grien, Die drei Parzen, 1513 (Holzschnitt). ETH-Bibliothek Zürich, Graphische Sammlung

Auf einen Blick verständlich – oder auch nicht

Infektionskurven, Falldiagramme und Spitals-Landkarten: Das Coronavirus hat auch die Visualisierung von Daten enorm verbreitet. Die bunten Darstellungen sind oft auf einen Blick zu verstehen – doch genau diese unmittelbare Verständlichkeit ist kritisch zu hinterfragen, schreibt die Visualisierungsexpertin Johanna Schmidt in einem Gastbeitrag.

Balkendiagramm der AGES

Wie die Liebe unfrei wurde

„Gemischte Ehen“ zwischen Partnern unterschiedlicher Abstammung wurden in Europa lange mit Misstrauen betrachtet. Der Historiker Michael Jeismann weist in einem Gastbeitrag nach: Die Ursprünge dieses Vorurteils liegen im Gleichheitsgedanken der griechischen Demokratie.

Liebespaar auf der Bühne: Szene aus Schillers bürgerlichem Trauerspiel „Kabale und Liebe“; Gescher-Theater, Tel Aviv

„Gesind Teuffel“: Die gefährliche Dienstmagd

Im 17. Jahrhundert hat Weiblichkeit per se als moralisch verdächtig gegolten, besonders die „gottlosen und liederlichen“ Dienstmägde: Die Nachwirkungen sind heute noch spürbar, schreibt der Kulturwissenschaftler Tim Rütten in einem Gastbeitrag.

Skulptur von Victor Tilgner: Wiener Stubenmädchen

Die ethischen Dilemmata der Triage

Das Coronavirus bringt Österreichs Spitäler an ihre Grenzen. Sollten Ärzte entscheiden müssen, wer intensivmedizinisch behandelt wird und wer nicht, braucht es transparente Kriterien – etwa Genesungsaussicht und Patientenwille, so der Bioethiker Ulrich Körtner in einem Gastbeitrag. Die sogenannte Triage berge aber ethische Dilemmata.

Zwei Ärzte mit Maske diskutieren miteinander