Forscher/innen schreiben

Gibraltar: Transithafen für Flüchtlinge

Seit 300 Jahren gehört Gibraltar zu Großbritannien – immer kritisch beäugt von Spanien. Der winzige Stadtstaat am Mittelmeer ist ein wichtiger Transithafen für Flüchtlinge, und das schon sehr lange, wie der Historiker Christian Cwik in einem Gastbeitrag schreibt. 

Théodore de Bry, 1562: Kannibalismus in Brasilien

Moderne „Menschenfresser“ in Brasilien

Vor neunzig Jahren ist in Brasilien ein „Kannibalenmanifest“ erschienen. Eine politisch-künstlerische Denkschule knüpfte damit an eine Urangst der Kolonialisten an und erschütterte Selbst- und Fremdbilder, schreibt die Romanistin Melanie Strasser in einem Gastbeitrag. 

Künstlerische Illustration des Kepler-Teleskops

Die Astro-Highlights 2018

Aus Sicht der Astronomie war 2018 ein Jahr voller Highlights - mit spannenden Erkenntnissen über Planeten, Asteroiden und das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis. Auch Österreich spielte eine wichtige Rolle, wie drei Astronomen in einem Gastbeitrag schreiben. 

Die Silhouette eines Mannes, der betet

Ein Mann mit besonderer Eigenschaft

Moses hat die Israeliten bei ihrem Exodus aus Ägypten in der Bibel angeführt. Sein Zorn, den er beim Tanz seines Volkes um das goldene Kalb verspürte, ist nicht nur für Gläubige interessant. Warum, erklärt der Philosoph Alexander Hippmann in einem Gastbeitrag. 

Ein Fischer zeigt einen etwa drei Kilogramm schweren Spiegelkarpfen

Was Karpfen und Co. so gesund macht

Zu Weihnachten kommt in Österreich oft der traditionelle Weihnachtskarpfen auf den Tisch. Warum Karpfen und andere Fische so gesund sind, erläutern die Biologinnen Julia Auer und Alexandra Schebesta in einem Gastbeitrag. 

Bedřich Lederer: In der Zelle, 1945, Gedenkstätte Theresienstadt

Kunst und Widerstand im Ghetto

Die Nationalsozialisten haben im Ghetto Theresienstadt zehntausende Juden und Jüdinnen ermordet. Welche Rolle Kunst und Widerstand in dem Ghetto gespielt haben, beschreibt die Historikerin Rosemarie Burgstaller in einem Gastbeitrag. 

Eine leuchtende Glühbirne mit aufgesetztem akademischen Hut, Universitätsabschluss, Genie, Kult, Intelligenz, Heureka, Idee

Edgar Zilsels Kritik der „Geniereligion“

Wer „Genies“ verehrt, verachtet die Masse: Diese Kritik an der damals grassierenden „Geniereligion“ übte Edgar Zilsel vor 100 Jahren. Der Politikwissenschaftler Günther Sandner zeichnet diese Kritik zum Jubiläum in einem Gastbeitrag nach. 

Denkmal der Republik

Zwischen Konflikt und Konsens

Heute feiern alle großen Parteien Österreichs Staatsgründung vor 100 Jahren, doch das war nicht immer so. Nach jahrzehntelangen Konflikten wurde erst 1968 ein Konsens erzielt, wie die Historikerin Heidemarie Uhl in einem Gastbeitrag schreibt. 

Menschenmenge vor dem Parlament am 12. November 1918

Eine Revolution im juristischen Sinn

Am 12. November 1918 ist die Republik Österreich ausgerufen worden. Gegründet wurde sie eigentlich schon am 30. Oktober, mit einem Beschluss der Provisorischen Nationalversammlung - juristisch eine Revolution, wie der Jurist Thomas Olechowski ausführt. 

17. Oktober 2018 - Stubacher Sonnblickkees mit Resten des Schneefalls vom 2. Oktober 2018

Gletscher leiden unter langer Schmelze

Der Rekordsommer 2018 hat den heimischen Gletschern zugesetzt: Große Eisflächen gingen verloren, wie die Gletscherforscher Andrea Fischer und Hans Wiesenegger berichten. Nur ein Kälteeinbruch kann die ungewöhnlich lange Schmelzperiode beenden. 

Schaltkreis eines Computers

Für eine Kritik der digitalen Vernunft

Computer und Internet bestimmen zunehmend den Alltag. Hinter den bunten Nutzeroberflächen treiben Algorithmen ihr undurchschaubares Spiel. Deshalb ist es Zeit für eine „Kritik der digitalen Vernunft“, wie sie die Philosophin Sybille Krämer skizziert. 

Johann III. Sobieski, König von Polen (1624 - 1696)

Fakten hinter dem Mythos Sobieski

Um ein Denkmal für den Polenkönig Jan Sobieski am Wiener Kahlenberg ist ein Streit ausgebrochen. Sein Beitrag zur „Türkenbefreiung“ ist umstritten und der Platz des Denkmals falsch, schreibt der Historiker Johannes Feichtinger in einem Gastbeitrag. 

Das Maze-Gefängnis 1971

Weniger radikal nach der Haft

Haftanstalten sind heute oft Rekrutierungsorte von Terroristen. Vor 20 Jahren gab es ein Gegenbeispiel: die Deradikalisierung paramilitärischer Aktivisten in Nordirland. Wie das funktioniert hat, beschreibt der Historiker Dieter Reinisch in einem Gastbeitrag. 

Stanley Cavell  2006 bei einem Vortrag an der ETH Zürich

Das Menschliche in uns anerkennen

Vor Kurzem ist der prominente US-Philosoph Stanley Cavell gestorben. Er untersuchte u.a. die Frage, wie wir uns in andere Menschen hineinversetzen können. Das geht nicht, ohne das Menschliche in uns anzuerkennen, wie der Philosoph Alexander Hippmann in einem Gastbeitrag schreibt. 

Porträtfoto von Josef Mitterer

Über das Erfinden einer Philosophie

Subjekt - Objekt, Sprache - Wirklichkeit, Aussage und Gegenstand: In der Philosophie regieren die Gegensätze. Der österreichische Philosoph Josef Mitterer hat dem einen anderen, neuen Denkstil entgegengesetzt. Am 8. Juli wird der Erfinder der „Ausführungszeichen“ 70 Jahre alt. 

Ein Foto des Schriftstellers Elias Canetti 2005 im Museum Strauhof in Zürich

Tod, Tiere und Essen bei Canetti

„Eine Schöpfung, die auf Fraß gestellt ist – wie soll sie glücken?“, schrieb Elias Canetti. Wie unglücklich für den Schriftsteller Tod, Tiere und Essen zusammenhängen, beschreibt die Germanistin Nikolina Skenderija-Bohnet in einem Gastbeitrag. 

Kugeln eines Revolvers

Russisches Roulette: Tod und Spiele

Tod und Spiele sind Schlüsselkategorien im modernen Nachdenken über Menschen und ihr Selbstverhältnis. Besonders gut lässt sich das anhand von Russischem Roulette illustrieren, findet der Kulturwissenschaftler Julian Baller in einem Gastbeitrag. 

Stubacher Sonnblickkees

Wie gewonnen, so zerronnen

Im heurigen Winter ist mehr Schnee gefallen als in den Jahren zuvor. Ein extrem warmer Frühling und Sahara-Staub setzten den Gletschern Österreichs danach aber stark zu, wie die Gletscherforscher Andrea Fischer und Hans Wiesenegger berichten. 

Fotomontage von José Alberto, Prag 1983 und Arquivo Expresso, 25 de Abril 1974 (eine Hälfte)

Die Revolution in Familienbildern

Nur 15 Jahre trennen Portugals Nelkenrevolution 1974 und die Samtene Revolution in der Tschechoslowakei 1989. Die Kulturwissenschaftlerin Ana de Almeida hat unerwartete Verbindungen gefunden – in einer mit Fotos gespickten Schuhschachtel ihres Vaters. 

Fotomontage von Juri Gagarin

Philosophen im Weltall

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, hat 1961 auch die Philosophie erschüttert - speziell die „verwurzelte“ eines Martin Heidegger. Warum auch das Wienerische einen Perspektivwechsel auf die Erde bieten kann, erklärt der Germanist Jörg Kreienbrock in einem Gastbeitrag.