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Lupeneffekt: Kosmische Illusion geklärt

Astronomen haben das Rätsel einer viel zu hellen Sternexplosion gelöst: Die ferne Supernova wurde von einer kosmischen Lupe vergrößert. Verantwortlich für die Illusion sei eine Gravitationslinse, berichten Forscher um Robert Quimby vom Kavli-Institut in Tokio.

Astrophysik 24.04.2014

Nährsekret der Tsetsefliege ähnelt Muttermilch

Tausende Menschen erkranken jedes Jahr neu an der Schlafkrankheit - in jahrelanger Arbeit haben Forscher nun das Erbgut der Tsetsefliege entschlüsselt, die den gefährlichen Erreger überträgt. Ihr Nährsekret für Larven ähnelt demnach verblüffend der Muttermilch von Säugetieren.

DNA-Analyse 24.04.2014

Weitere Meldungen

Nervenkrankheit bei Kindern entdeckt

Forscher des Instituts für Molekulare Biotechnologie der österreichischen Akademie der Wissenschaften haben gemeinsam mit Forschern aus Texas eine bis dato unbekannte Krankheit bei Kindern entdeckt: Eine Nervenkrankheit, die Muskeln und Gehirnzellen zerstört.

Molekularbiologie 1 Kommentar|24.04.2014

Rieseneisberg auf dem Weg ins Südpolarmeer

Ein gewaltiger Eisberg von der Fläche des Bodensees treibt vor der antarktischen Küste. Er befindet sich rund 2.500 Kilometer südwestlich der Spitze Südamerikas. Die "B31" benannte Scholle war bereits Anfang November vergangenen Jahres vom antarktischen Pine-Island-Gletscher abgebrochen.

Antarktis 24.04.2014

Gentherapie gegen Alzheimer erfolgreich

Spanische Forscher haben bei Mäusen erstmals erfolgreich eine Gentherapie gegen Alzheimer angewandt. Die Studie begründe die "Hoffnung", dass das Verfahren auf Menschen anwendbar sei, schreibt das Team von der Autonomen Universität Barcelona.

Medizin 24.04.2014

Besser handeln mit Kant und Hegel

Immanuel Kant und Georg Wilhelm Friedrich Hegel sind zwar schon lange tot. Die beiden Philosophen können aber heute noch zur Lösung ethischer Probleme beitragen. Bezogen etwa auf Umweltschutz zeigen sich ihre Unterschiede: Während Kant an das moralische Gesetz "in uns" appelliert, vertraut Hegel eher dem sanften Druck des Staats.

Philosophie 3 Kommentare|24.04.2014

"Mann" doch kein Auslaufmodell

Das männliche Geschlecht kann - zumindest was seine Gene betrifft - auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen, denn das Y-Chromosom ist stabiler als bisher angenommen. US-Forscher haben verschiedene Tierarten verglichen und herausgefunden, dass eine Reihe von Genen auf dem Y-Chromosom viele Millionen Jahre überlebt hat.

Genetik 1 Kommentar|24.04.2014

Mutationen ohne Folgen

Im Lauf des Lebens können Veränderungen im Erbgut zu schweren Erkrankungen führen. Das gilt besonders für Zellen, die immer wieder neu gebildet werden, wie jene im Blut. Wie die Untersuchung von Blutzellen einer 115-jährigen Frau nun zeigt, können diese Mutationen aber völlig harmlos sein.

Genetik 24.04.2014

Raben hören den Rang im Krächzen

Kolkraben wissen nicht nur über die Hierarchie in ihrer eigenen Sippe Bescheid, sie können sie auch in fremden Gruppen abschätzen - selbst dann, wenn sie zu diesen lediglich Sicht- und Hörkontakt haben, berichten Wiener Forscher.

Kognition 23.04.2014

Chemische Reaktionen mit dem Laser steuern

Physikern der Technischen Universität (TU) können die Elektronenverteilung in einzelnen Molekülen mit Hilfe extrem kurzer Laserblitze gezielt stören. Das setze wiederum chemische Reaktionen in Gang, berichten die Forscher in zwei Studien.

Technologie 23.04.2014

China: Grundwasser großteils untrinkbar

In China sind rund 60 Prozent des Grundwassers verschmutzt und daher nicht für das Trinken geeignet. Bei Messungen im vergangenen Jahr fiel die Qualität in 203 Städten als "sehr schlecht" oder "ziemlich schlecht" durch, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.

Umwelt 23.04.2014

Dementorenwespe macht ihr Opfer willenlos

Harry Potter stand Pate: In einer bisher einzigartigen Abstimmung haben Besucher des Berliner Naturkundemuseums einer neuen Wespenart den Namen Dementorenwespe verpasst - lateinisch: Ampulex dementor.

Neue Spezies 23.04.2014

Fächerfisch greift Beute blitzschnell an

20 Stundenkilometer schnell kann die Schnauze eines Fächerfisches auf seine Beute treffen. Die Räuber reißen ihren Kopf mit solcher Wucht hin und her, dass Sardinen kaum eine Chance bleibt, haben Forscher errechnet. Artgenossen bleiben weise auf Abstand.

Biologie 2 Kommentare|23.04.2014

"Verständigung in Zeiten der Globalisierung"

Die Gesellschaft wird immer vielfältiger - nicht nur, was die Herkunft ihrer Mitglieder betrifft, sondern auch hinsichtlich des Medienangebots und dessen Nutzung. Eine Hauptaufgabe für öffentlich-rechtliche Medien sei deshalb, Angebote zum kreativen Umgang mit dieser Vielfalt zu machen - und dabei alle Kanäle zu nützen, meint Barbara Thomaß.

Öffentlich-rechtliche Medien 23.04.2014

Die Weisheit der Wenigen

Ist die Masse klüger als ihre Mitglieder? Nicht unbedingt, schreiben zwei Wissenschaftler in einer Studie. Ihr mathematisches Modell zeigt: Die besten Entscheidungen werden in Kleingruppen getroffen, große Gruppen sind oft fehleranfällig.

Modell 23.04.2014

Treibendes Vulkangestein gefährdet Schiffe

Immer wieder treiben meterdicke und Tausende Quadratkilometer große Teppiche porösen Vulkangesteins auf dem Meer. Entdeckt und gemeldet werden die bei Eruptionen am Meeresboden entstehenden Ansammlungen bisher meist zufällig. Ein Computermodell soll dies ändern.

Computermodell 22.04.2014

Eine Schrotflinte im Nanoformat

Wiener Physiker haben herausgefunden, wie man extrem dünne Schichten mit feinst verteilten, winzigen Löchern herstellt. Solche Nano-Siebe entstehen, wenn man stark geladene Atome (Ionen) auf nur wenige Atomlagen starke Folien schießt, berichten sie in einer neuen Studie.

Physik 22.04.2014