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Neuer Trend: "Slow Medicine"

Zuviel Medizin ist auch nicht gesund - zu dieser Erkenntnis gelangen immer mehr Ärzte in Amerika und Europa. Sie setzen sich für eine sparsame Gesundheitsversorgung ohne sinnlose Diagnosemethoden und Therapien ein, wie die Sozialmedizinerin Claudia Wild in einem Gastbeitrag schreibt.

Medizin und Ethik 12.05.2014

Modeschauen zwischen Ruinen

Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im besetzten Deutschland wieder Kinofilme gedreht. In den "Trümmerfilmen" ging es nicht nur um den Wiederaufbau: Zwischen den Ruinen seien versteckte Modeschauen abgehalten worden, betont die Kulturwissenschaftlerin Mila Ganeva. Sie stellt ihr Forschungsthema in einem Gastbeitrag vor.

Nachkriegskino 12.05.2014

Seit 200 Jahren: Der "heimliche Jude"

Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich unter der Bezeichnung "Mimikry" die Vorstellung, Juden und Jüdinnen würden sich zwar äußerlich an die Gesellschaft anpassen, in der sie lebten, ihr heimlich aber Schaden zufügen. Einer der Vorreiter dieser antisemitischen Idee war der Schriftsteller Achim von Arnim.

Germanistik 02.05.2014

"Über die Natur der Dinge": Bibel der Aufklärer

Vor über 2.000 Jahren übersetzte der römische Denker Lukrez die materialistische Naturphilosophie Epikurs nicht nur aus dem Griechischen ins Lateinische, sondern auch aus der wissenschaftlichen Prosa in die Poesie. Das Ergebnis, das Lehrgedicht "Über die Natur der Dinge" verbindet auf erstaunliche Weise antike Atomphysik mit Literatur.

Epik und Physik 28.04.2014

"Verständigung in Zeiten der Globalisierung"

Die Gesellschaft wird immer vielfältiger - nicht nur, was die Herkunft ihrer Mitglieder betrifft, sondern auch hinsichtlich des Medienangebots und dessen Nutzung. Eine Hauptaufgabe für öffentlich-rechtliche Medien sei deshalb, Angebote zum kreativen Umgang mit dieser Vielfalt zu machen - und dabei alle Kanäle zu nützen, meint Barbara Thomaß.

Öffentlich-rechtliche Medien 23.04.2014

Als die Römer nach Bregenz kamen

Bereits in der Zwischenkriegszeit äußerten Archäologen die Vermutung, dass in Bregenz das älteste römische Militärlager Österreichs zu finden sei. Der Beweis dafür gelang Innsbrucker Forschern erst kürzlich durch die Altersbestimmung mit Hilfe von Baumringen: Die Überreste des Lagers stammen aus dem Jahr 5 nach Christus.

Brigantium 17.02.2014

Vergiften oder Erschießen?

Schon die Suizidforschung um 1900 vermeinte zu wissen, dass sich Frauen lieber vergiften, während Männer bevorzugt zur Feuerwaffe greifen. Zur Erklärung schoben die Forscher häufig nach, dass Frauen eben auch im Tod schön sein wollten, hingegen Männer beim Sterben kein Pardon kennten. Wie entstehen solche Zuschreibungen?

Suizidforschung 27.01.2014

Vom Fingerabdruck zum Augenscan

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Kriminalität in Großstädten zunahm, entwickelten findige Kriminalisten die "Daktyloskopie" - besser bekannt als Fingerabdruckmethode. Der deutsche Kulturwissenschaftler Daniel Meßner zeichnet in einem Gastbeitrag die Geschichte der messenden Identifizierung nach.

Biometrie 20.01.2014

Geschichte und Sinn von Gedenkjahren

Das Gedenkjahr 2014, das an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert, hat noch kaum begonnen. Und doch macht sich dank des früh eingesetzten Medientaumels schon jetzt eine gewisse Müdigkeit breit. Anlass für die Historikerin Heidemarie Uhl, über Geschichte und Sinn von Gedenkjahren nachzudenken.

Erster Weltkrieg 17.01.2014

Können Mäuse depressiv sein?

Die "Vererbung erworbener Eigenschaften" hat lange als unwissenschaftliches Konzept gegolten. Im Forschungsfach der Epigenetik feiern diese Ideen, einst vom französischen Naturforscher Jean-Baptiste Lamarck formuliert, eine Renaissance in neuem Gewand. So können etwa traumatische Erlebnisse an die folgende Generation "vererbt" werden, wie Versuche an Mäusen zeigen.

ÖAW Young Science 05.01.2014

Vorbilder des Protests

Um Aufmerksamkeit zu erregen, suchen Protestbewegungen immer wieder nach neuen Methoden. Die bloße Übernahme von verwandten Gruppierungen gelingt jedoch nicht automatisch. Ob eine bestimmte Art von Aktionismus funktioniert, hängt von den Begleitumständen ab, wie der Sozialwissenschaftler Franz Seifert in einem Gastbeitrag erklärt.

Aktionismus 05.01.2014

Integrationspolitik im Zeitalter des Hellenismus

Nach der Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen findet man im Land am Nil eine eigene Organisationsform, die eingeführt worden sein dürfte, um Minderheiten zu integrieren. Gemeinschaften mit Migrationshintergrund wurde so eine halbautonome Stellung innerhalb einer städtischen Siedlung ermöglicht.

ÖAW Young Science 03.01.2014

Ein Resümee des Gedenkjahrs - vorab

2014 steht ganz im Zeichen der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren ausgebrochen ist. Schon jetzt zieht der Historiker Siegfried Mattl ein Resümee der zu erwartenden Gedenkveranstaltungen - und schlägt auch zwei Sichtweisen vor, die über die "Lektion" hinausgehen, die Europa zwischen 1914 und 1918 angeblich gelernt hat.

Erster Weltkrieg 02.01.2014

Die entschwundene Bioethikkommission

Ulrich Körtner, Theologe an der Universität Wien, bilanziert in einem Gastbeitrag, wie es um die Bioethik in Österreich bestellt ist. Sein Resümee fällt nicht besonders positiv aus: Die Bioethikkommission gibt es nicht mehr, Gesetzesreformen und dringliche Debatten stehen in der Warteschleife.

Gastbeitrag 31.12.2013

Astronomischer Jahresrückblick 2013

Wie in den vergangenen Jahren präsentieren auch heuer die beiden Astronomen Anneliese Haika und Thomas Posch eine Zusammenschau spektakulärer Ereignisse. Stationen ihres Jahresrückblicks: der erste Satellit made in Austria, ein verdampfender Komet - und die bisher genaueste Altersbestimmung des Universums.

Weltraum 30.12.2013