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Als die Römer nach Bregenz kamen

Bereits in der Zwischenkriegszeit äußerten Archäologen die Vermutung, dass in Bregenz das älteste römische Militärlager Österreichs zu finden sei. Der Beweis dafür gelang Innsbrucker Forschern erst kürzlich durch die Altersbestimmung mit Hilfe von Baumringen: Die Überreste des Lagers stammen aus dem Jahr 5 nach Christus.

Brigantium 17.02.2014

Vergiften oder Erschießen?

Schon die Suizidforschung um 1900 vermeinte zu wissen, dass sich Frauen lieber vergiften, während Männer bevorzugt zur Feuerwaffe greifen. Zur Erklärung schoben die Forscher häufig nach, dass Frauen eben auch im Tod schön sein wollten, hingegen Männer beim Sterben kein Pardon kennten. Wie entstehen solche Zuschreibungen?

Suizidforschung 27.01.2014

Vom Fingerabdruck zum Augenscan

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Kriminalität in Großstädten zunahm, entwickelten findige Kriminalisten die "Daktyloskopie" - besser bekannt als Fingerabdruckmethode. Der deutsche Kulturwissenschaftler Daniel Meßner zeichnet in einem Gastbeitrag die Geschichte der messenden Identifizierung nach.

Biometrie 20.01.2014

Geschichte und Sinn von Gedenkjahren

Das Gedenkjahr 2014, das an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert, hat noch kaum begonnen. Und doch macht sich dank des früh eingesetzten Medientaumels schon jetzt eine gewisse Müdigkeit breit. Anlass für die Historikerin Heidemarie Uhl, über Geschichte und Sinn von Gedenkjahren nachzudenken.

Erster Weltkrieg 17.01.2014

Können Mäuse depressiv sein?

Die "Vererbung erworbener Eigenschaften" hat lange als unwissenschaftliches Konzept gegolten. Im Forschungsfach der Epigenetik feiern diese Ideen, einst vom französischen Naturforscher Jean-Baptiste Lamarck formuliert, eine Renaissance in neuem Gewand. So können etwa traumatische Erlebnisse an die folgende Generation "vererbt" werden, wie Versuche an Mäusen zeigen.

ÖAW Young Science 05.01.2014

Vorbilder des Protests

Um Aufmerksamkeit zu erregen, suchen Protestbewegungen immer wieder nach neuen Methoden. Die bloße Übernahme von verwandten Gruppierungen gelingt jedoch nicht automatisch. Ob eine bestimmte Art von Aktionismus funktioniert, hängt von den Begleitumständen ab, wie der Sozialwissenschaftler Franz Seifert in einem Gastbeitrag erklärt.

Aktionismus 05.01.2014

Integrationspolitik im Zeitalter des Hellenismus

Nach der Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen findet man im Land am Nil eine eigene Organisationsform, die eingeführt worden sein dürfte, um Minderheiten zu integrieren. Gemeinschaften mit Migrationshintergrund wurde so eine halbautonome Stellung innerhalb einer städtischen Siedlung ermöglicht.

ÖAW Young Science 03.01.2014

Ein Resümee des Gedenkjahrs - vorab

2014 steht ganz im Zeichen der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren ausgebrochen ist. Schon jetzt zieht der Historiker Siegfried Mattl ein Resümee der zu erwartenden Gedenkveranstaltungen - und schlägt auch zwei Sichtweisen vor, die über die "Lektion" hinausgehen, die Europa zwischen 1914 und 1918 angeblich gelernt hat.

Erster Weltkrieg 02.01.2014

Die entschwundene Bioethikkommission

Ulrich Körtner, Theologe an der Universität Wien, bilanziert in einem Gastbeitrag, wie es um die Bioethik in Österreich bestellt ist. Sein Resümee fällt nicht besonders positiv aus: Die Bioethikkommission gibt es nicht mehr, Gesetzesreformen und dringliche Debatten stehen in der Warteschleife.

Gastbeitrag 31.12.2013

Astronomischer Jahresrückblick 2013

Wie in den vergangenen Jahren präsentieren auch heuer die beiden Astronomen Anneliese Haika und Thomas Posch eine Zusammenschau spektakulärer Ereignisse. Stationen ihres Jahresrückblicks: der erste Satellit made in Austria, ein verdampfender Komet - und die bisher genaueste Altersbestimmung des Universums.

Weltraum 30.12.2013

Kampf gegen die Leberzirrhose

Bisher galt die Leberzirrhose als unheilbares Endstadium verschiedener Lebererkrankungen. Doch neue Forschungsarbeiten lassen hoffen, dass Veränderungen an der Leber mittels Nanotechnologie behandelt werden können - sodass die Krankheit in Zukunft vielleicht sogar heilbar wird.

ÖAW Young Science 25.12.2013

"Bilder zum Sprechen bringen"

Historische Vorgänge zu illustrieren ist alles andere als einfach. Das gilt nicht zuletzt für die Geschehnisse im Nationalsozialismus. Noch schwieriger ist es, die Bilder selbst "zum Sprechen zu bringen", weil Filme eine begrenzte Lebensdauer haben und durch die Bearbeitung beschädigt werden können.

Filmwissenschaft 16.12.2013

Das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst

Die Künste und die Wissenschaften haben das Selbstverständnis der Moderne entscheidend geprägt. Sie haben mehr gemein als oft angenommen, ihre Unterschiede zu ignorieren, wäre aber falsch, meint der Philosoph Konrad Paul Liessmann. Gerade sie sind es, die den Dialog der beiden so produktiv machen.

Jubiläen 06.11.2013

Die Kultur und ihr Auftrag

Was unter "Kultur" genau zu verstehen ist, das ist schon in der Wissenschaft umstritten. Wenn es um den "Kulturauftrag" geht, den öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten haben, wird die Sache noch komplizierter. Der Kommunikationswissenschaftler Hannes Haas versucht in einem Gastbeitrag Licht ins Dunkel zu bringen.

Medien 11.10.2013

Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen

Bis vor dem Ersten Weltkrieg waren Staatsgrenzen für die Migration in Europa unbedeutend. Die Grenze als Hürde und Mauer ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Die Literaturwissenschaftlerin Wiebke Sievers beschreibt in einem Gastbeitrag, wie dieser Wandel die deutschsprachige Literatur geprägt hat.

E-Forum Alpbach 16.08.2013