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Seine Bedeutung für die Welt

Vor genau 200 Jahren hat der Wiener Kongress begonnen. Nach der Niederlage von Napoleon in den Kriegen zuvor wurde die politische Landkarte Europas neu gezeichnet. Doch der Kongress wirkte sich auch auf Afrika, Asien und Amerika aus, wie der Historiker Christian Cwik in einem Gastbeitrag betont.

Wiener Kongress II 18.09.2014

"Massive Hilfe dringend notwendig"

Ausgangssperren, das Schließen von Grenzen und die Einstellung des Flugverkehrs werden nicht zur Eindämmung der Ebola-Epidemie in Westafrika führen. Das meint Joanne Liu, internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen in einem Gastbeitrag.

Ebola 29.08.2014

"Urkatastrophe" und "Zivilisationsbruch"

Dem Zufall der runden Zahl ist es geschuldet, dass mitten in das omnipräsente Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein anderes Datum interveniert: der 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1.9.1939. Die Zeithistorikerin Heidemarie Uhl skizziert in einem Gastbeitrag, was die beiden Gedenken trennt und verbindet.

Zweifaches Gedenken 29.08.2014

Menschenrecht: Zahnlose Gesetze?

Die österreichische Juristin Renate Kicker skizziert in einem Gastbeitrag den Wandel des Menschenrechtsschutzes seit dem 19. Jahrhundert. Neben historischen Errungenschaften erwähnt sie auch Lücken im völkerrechtlichen Gefüge: Staaten wie Russland, China und die USA schieben heute das internationale Interventionsverbot vor, um sich der Kontrolle Dritter zu entziehen.

Forum Alpbach 17.08.2014

Naher Osten: Kein Frieden in Sicht

Drei Konfliktherde sind Thema eines Gastbeitrages der Nahostexpertin Gudrun Harrer. Im Iran, in Syrien sowie in Israel und Palästina sind in jüngster Zeit Friedensbemühungen unternommen worden - bisher vergeblich. Die Bilanz, schreibt sie, sehe verheerend aus.

Forum Alpbach 16.08.2014

"Das Soziale ist ein europäischer Grundwert"

Die europäische Bevölkerung droht sich zusehends dem Projekt Europa zu entfremden, schreibt Stephan Schulmeister in einem Gastbeitrag. Eine der Ursachen sei der Neoliberalismus, so der österreichische Ökonom: Dieser sei durch die Finanzkrise widerlegt und widerspreche außerdem europäischen Grundwerten.

Gesellschaft 13.08.2014

Wie man eine Nation konstruiert

Die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann untersucht in einem Gastbeitrag den Formenwandel nationaler Identitäten. Ihre Diagnose: Ex-Kolonien beziehen sich meist auf traumatische Erfahrungen, imperiale Staaten bevorzugen hingegen heroische Selbstbilder.

Opfer und Helden 08.08.2014

Wie man Korruption verhindert

Bei öffentlichen Ausschreibungen versickern in Europa mehr als vier Prozent der Gelder. Der Antikorruptionsexperte Mathias Huter zeigt in einem Gastbeitrag, wie man dies mit Hilfe von Datentransparenz verhindern könnte. Vorbilder seien in dieser Hinsicht etwa Georgien und die Slowakei.

Open Data 05.08.2014

Was Frieden mit frischer Luft zu tun hat

Das Wort "Frieden" sollte man streng genommen nur im Plural verwenden, sagt der Innsbrucker Politikwissenschaftler und Friedensforscher Wolfgang Dietrich. Er begibt sich in einem Gastbeitrag auf die Suche nach den vielfältigen Bedeutungen des Friedens: Die Absenz des Krieges erweist sich als nur eine von vielen.

Forum Alpbach 2014 01.08.2014

Was tun mit dem "Hitler-Haus"?

"Braunau gilt für viele Menschen als Geburtsort des Bösen", schreibt der österreichische Politikwissenschaftler Andreas Maislinger in einem Gastbeitrag: Er plädiert dafür, ein historisches Zeichen zu setzen und das Geburtshaus Adolf Hitlers in ein "Haus der Verantwortung" zu verwandeln.

Nationalsozialismus 30.07.2014

Neuer Trend: "Slow Medicine"

Zuviel Medizin ist auch nicht gesund - zu dieser Erkenntnis gelangen immer mehr Ärzte in Amerika und Europa. Sie setzen sich für eine sparsame Gesundheitsversorgung ohne sinnlose Diagnosemethoden und Therapien ein, wie die Sozialmedizinerin Claudia Wild in einem Gastbeitrag schreibt.

Medizin und Ethik 12.05.2014

Modeschauen zwischen Ruinen

Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im besetzten Deutschland wieder Kinofilme gedreht. In den "Trümmerfilmen" ging es nicht nur um den Wiederaufbau: Zwischen den Ruinen seien versteckte Modeschauen abgehalten worden, betont die Kulturwissenschaftlerin Mila Ganeva. Sie stellt ihr Forschungsthema in einem Gastbeitrag vor.

Nachkriegskino 12.05.2014

Seit 200 Jahren: Der "heimliche Jude"

Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich unter der Bezeichnung "Mimikry" die Vorstellung, Juden und Jüdinnen würden sich zwar äußerlich an die Gesellschaft anpassen, in der sie lebten, ihr heimlich aber Schaden zufügen. Einer der Vorreiter dieser antisemitischen Idee war der Schriftsteller Achim von Arnim.

Germanistik 02.05.2014

"Über die Natur der Dinge": Bibel der Aufklärer

Vor über 2.000 Jahren übersetzte der römische Denker Lukrez die materialistische Naturphilosophie Epikurs nicht nur aus dem Griechischen ins Lateinische, sondern auch aus der wissenschaftlichen Prosa in die Poesie. Das Ergebnis, das Lehrgedicht "Über die Natur der Dinge" verbindet auf erstaunliche Weise antike Atomphysik mit Literatur.

Epik und Physik 28.04.2014

"Verständigung in Zeiten der Globalisierung"

Die Gesellschaft wird immer vielfältiger - nicht nur, was die Herkunft ihrer Mitglieder betrifft, sondern auch hinsichtlich des Medienangebots und dessen Nutzung. Eine Hauptaufgabe für öffentlich-rechtliche Medien sei deshalb, Angebote zum kreativen Umgang mit dieser Vielfalt zu machen - und dabei alle Kanäle zu nützen, meint Barbara Thomaß.

Öffentlich-rechtliche Medien 23.04.2014