Standort: science.ORF.at / Kategorie "Forscher/innen schreiben"

Ultraschallaufnahme eines Embryos

Riskantes Tüfteln am Erbgut

Die Entwicklung der gentechnischen Methoden schreitet rasant voran - damit scheint auch die Keimbahntherapie in greifbare Nähe zu rücken. Der Genetiker Markus Hengstschläger macht in einem Gastbeitrag auf die möglichen Risiken solcher Eingriffe aufmerksam: Die Wechselwirkung der Gene sei noch viel zu wenig erforscht.

Forum Alpbach 2015 03.08.2015

Britische Truppen exerzieren vor dem Schloss Schönbrunn.

1945 - Jahr der Befreiung

Nach den Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende 1945 zieht die Historikerin Heidemarie Uhl eine erste Bilanz. Sie schreibt in einem Gastbeitrag: Das Jahr 2015 war eine Zäsur im Umgang mit der österreichischen Vergangenheit. Die Politik habe 1945 nun offiziell und eindeutig als Befreiung deklariert.

Gastbeitrag 03.07.2015

Ausschnitt eines Plakats von Adolf Friedländer zur Ausstattungspantomime Katharina II. von Russland, 1904

Geschichtsschreibung in der Manege

Napoleon, Othello und die Nibelungen haben eines gemeinsam: Sie waren Hauptfiguren pantomimischer Schaustücke, die ab dem 18. Jahrhundert in den Zirkussen Europas ein großes Publikum anzogen. Die Aufführungen mischten historische Informationen mit Unterhaltung - und waren damit eine Art Vorgänger des heutigen "histotainment".

Kulturwissenschaft 29.06.2015

Kraftwerksschlote und Rauch vor blauem Himmel

Schadet das Zweigradziel mehr, als es nützt?

Im Kampf gegen die globale Erwärmung gilt das Zweigradziel als der Richtwert schlechthin. Vielleicht sollte man sich dennoch davon verabschieden. Denn es schadet mehr, als es nutzt, meint zumindest der Wissenschaftssoziologe Mathis Hampel in einem Gastbeitrag. Es vermische Wissenschaft mit Politik. Zudem sei es abstrakt und fern genug, um sich dafür nicht anzustrengen.

Klimapolitik 22.06.2015

Fünf Umrisse von Menschen, sie sind mit Zahlen ausgefüllt

Vom virtuellen Flanieren zur Textanalyse

Virtuelles Flanieren durch historische, längst veränderte Stätten; die Zusammenarbeit von Autor und Publikum; die Analyse riesiger Mengen an Literatur: All das ist durch die Digitalisierung der Geisteswissenschaften möglich geworden. Ein Überblick über einige erfolgreiche bzw. vielversprechende Projekte.

Digital Humanities 15.06.2015

Umrisse von 5 Menschen, sie sind durch Zahlen ausgefüllt

Die Geisteswissenschaften werden umgegraben

Die Digitalisierung hat auch vor den Geisteswissenschaften nicht Halt gemacht. Sie lässt es zu, riesige Mengen an Daten zu durchforsten und auszuwerten. Das ist mehr als ein Hilfsmittel für die "Humanities" und gräbt das Fach um, schreibt der Germanist Simon Ganahl in einem Gastbeitrag.

Digitalisierung 12.06.2015

Die österreichisch-russische Grenze bei Brody, um 1910

Lemberg: Die vielen Sprachen einer Stadt

Mehrere Sprachen, die gemeinsam am Schulhof und bei Behörden gesprochen werden: Das ist in Österreich nichts Neues, das war schon in der k. u. k. Monarchie weit verbreitet. Bestes Beispiel dafür ist Lemberg: Wie diese mehrsprachige Stadt im 19. Jahrhundert kommunizierte, beschreibt die Sprachwissenschaftlerin Stefaniya Ptashnyk.

Gastbeitrag 01.06.2015

Vernagtferner in den Ötztaler Alpen, aufgenommen am 28.5.2015

"Eismänner" haben den Winter verlängert

Auf Österreichs Gletschern ist im heurigen Winter ungefähr so viel Schnee abgelagert worden wie im langjährigen Durchschnitt. Die verspäteten "Eismänner" der vergangenen Woche haben zusätzlich ein bis zwei Meter Neuschnee gebracht - dadurch wird das Gletschereis später zu schmelzen beginnen.

Gletschertagbuch 29.05.2015

Eines der Blaschka Modelle

Wissenschaftsgeschichte aus Glas

Blumen, die immer blühen: Diesen Traum realisierten zwei böhmische Künstler vor rund 150 Jahren. Leopold und Rudolf Blaschka fertigten damals Glasmodelle von Meerestieren und Pflanzen an, die der Realität sehr nahe kamen. Zum Schluss waren es tausende naturkundliche Objekte, die sie weltweit an Museen und Unis verkauften.

Gastbeitrag 20.04.2015

Currywurst mit deutschem Fähnchen

Die Wiederkehr des "deutschen Geistes"

Die Debatten zur Griechenland-Krise zeigen: Deutschland weiß seine Rolle als wirtschaftliche Großmacht in die politische Waagschale zu werfen - und löst damit zwiespältige Reaktionen aus. Derlei Ambivalenzen gibt es auch in kultureller Hinsicht, schreibt der Kulturwissenschaftler Thorben Päthe in einem Gastbeitrag über den "deutschen Geist".

Kulturtheorie 15.03.2015

Menschen im digitalen Datenstrom.

Schwarmtiere und Menschenschwärme

Ob Ameisengewimmel oder werkelnde Bienen: Seit jeher neigt der Mensch dazu, seine Vorstellungen gesellschaftlicher (Un)Ordnung in die Tierwelt zu projizieren. Insektenschwärme sind für die politische Zoologie dabei von besonderem Interesse - und das seit der Antike.

Seit der Antike 09.03.2015

Ein Schild mit der Aufschrift "Wir sind das Volk" wird hochgehalten.

PEGIDA in Österreich: Eine Massenbewegung?

Am 2. Februar soll erstmals ein österreichischer Ableger der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz PEGIDA, durch die Straßen Wiens ziehen. Ob die heimische Initiative vergleichbare Massen wie in Deutschland mobilisieren wird können, daran zweifelt der Wiener Politikwissenschaftler Benjamin Opratko.

Gastbeitrag 02.02.2015

DNA-Stränge vor buntem abstrakten Hintergrund

Gentechnologie als Material für einen Thriller

Auf den ersten Blick hatten sie nicht viel gemeinsam: Johannes Mario Simmel, der Bestsellerautor, und Erwin Chargaff, der Chemiker. Bei einem vor knapp 30 Jahren erschienenen Roman trugen sie aber beide zum Erfolg bei. Der eine lieferte die spannenden Worte, der andere die Glaubwürdigkeit zum Thema - der Gentechnologie.

Literatur und Natur 26.01.2015

Ein Bleistift auf dem steht "Je suis Charlie"

Zwischen Wort und Tat

Vor der körperlichen Gewalt steht oft eine Radikalisierung der Sprache: Das haben nicht zuletzt die Attentate vergangene Woche in Paris gezeigt. Wie Wort und Tat zusammenhängen, beschreibt der Sprachphilosoph Paul Sailer-Wlasits in einem Gastbeitrag. Bevor sich die Realität in eine Tragödie verwandelt, schlage oft bereits die Sprache um.

Philosophie 15.01.2015

Ein Schuh steht auf einer im Belvedere im Boden eingelassenen Tafel, die an den Staatsvertrag 1955 erinnert

Von Gedenkjahr zu Gedenkjahr

Gerade ist ein Gedenkjahr vergangen, schon hat das neue begonnen: Wurde 2014 des Beginns des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gedacht, so jähren sich heuer das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und der Staatsvertrag 1955. Anlass für die Historikerin Heidemarie Uhl, die beiden Gedenkjahre - rückblickend bzw. vorausschauend - zu vergleichen.

2014 - 2015 09.01.2015